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TOMMY, BELLA
UND URSULA

Drei, die sich gesucht und gefunden haben

Es ist schon einige Jahre her, da stand Kater Tommy vor der Balkontür der Wohnung im Hochparterre. Haut und Knochen war er, ohne Namen, und mochte nicht mehr weggehen, sondern lieber einziehen. Hündin Bella, die ursprünglich aus Ungarn stammt, hat Ursula Hofmann sich später ausgesucht, als sie in Rente ging, wegen der Bewegung und der Spaziergänge. Oder war es nicht doch Bella (die damals noch Helene hieß), als sie im Zwinger des Tierheims sofort freudig Blickkontakt aufnahm? Auf jeden Fall: Es hat auf Anhieb geklappt mit der gegenseitigen Sympathie und auch Hund und Katz können einander gut riechen.

N

ur beim Futter muss ich aufpassen, dass Bella dem Kater sein Fressen nicht streitig macht. Deswegen bekommt er es immer oben hin gestellt.“

Für Tommy steht Ursula Hofmann sogar nachts auf, wenn er nach draußen und nach dem Ausflug auch wieder herein möchte. Um seine Wünsche kund zu tun, benutzt er das Kratzbrett („ich will raus“) und betätigt mit der Pfote das Glöckchen an der Balkontür („bitte, lass mich rein“). Oder er springt aufs Fensterbrett am Schlafzimmerfenster und jault. Wenn es draußen kalt ist, kriecht der Kater nach seinen Streifzügen gleich zu Bella ins warme Hundebett.

Im Haushalt Hofmann ist die muntere, aber vollkommen stressfreie Hundedame für das Tagesprogramm zuständig. Dreimal täglich drehen sie und Ursula Hofmann ihre Runden, zwei kurze und eine lange am Mittag, manchmal fahren sie einen Weg mit der Straßenbahn, manchmal nimmt Frau Hofmann das Fahrrad – und manchmal gibt es am Ende eine besondere Belohnung: eine halbe Kugel Erdbeereis im Pappbecher extra für Bella. Denn die ist ein echtes Schleckermäulchen – vielleicht ein Überbleibsel aus der Zeit als Straßenhund in Ungarn, wer weiß. /