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SO
REINGEWACHSEN

Ein Mann vom Fach

Als Journalist, promovierter Literaturwissenschaftler, Geschäftsführer des Literaturhauses Nordhessen und Lehrender an der Universität Kassel ist Andreas Gebhardt ein Mann vom Fach. Auch für ihn waren die Comics seiner Kindheit die Eintrittskarte in die literarische Welt.

A

sterix und Obelix lese ich immer noch gerne.

Später als Jugendlicher zog er mit einem Freund durch Hamburgs Buchläden, um gemeinsam vom Taschengeld Bücher zu kaufen. Heute ist meistens abends Lesezeit, inmitten seiner Bücherwelt oder – ganz klassisch: im Bett. Den Bestsellern und Romanempfehlungen der einschlägigen Feuilletons kann er allerdings wenig abgewinnen. Lieber begibt er sich auf seine eigenen Themeninseln: „Vor ein paar Jahren habe ich mich ganz intensiv mit Stalinismus und dem Gulag beschäftigt. Im letzten Jahr kam dann Erich Mühsam. Monatelang habe ich in der Tagebuch-Edition gelesen. Es hat mich wirklich sehr berührt und begeistert.“ Uns empfiehlt Andreas Gebhardt ein Werk von Octave Mirbeau, Franzose, Dandy, Kunstkritiker, Anarchist und Schriftsteller. Mirbeau ist zwischen 1900 und 1905 mit dem Auto durch die Schweiz, Frankreich, Holland, Belgien und Deutschland gefahren und hat daraus einen satirischen Reisebericht geschaffen, benannt nach dem Kennzeichen des Gefährts: 628-E8. Der Kasseler Typograph Friedrich Forssmann hat daraus ein besonders schönes Buch gestaltet.