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Warum Mieterhöhungen?

Ganz einfach: Damit Sie die Sicherheit haben, dass Sie auch morgen noch in Ihrem Haus, in Ihrer Lieblingsstätte gut leben können. Mit Mietpreisen, die bei einer gesunden Kalkulation dem entsprechen, was wir für den Werterhalt des gesamten Hausbestands jährlich aufwenden, sichern wir unseren gemeinsamen genossenschaftlichen Besitz. Und mit der moderaten Erhöhung Ihres Nutzungsentgelts bleiben wir für Sie berechenbar.


Das kleine Einmaleins des Werterhalts

Tatsächlich waren in der Vergangenheit die Mieten bei der 1889 lange Zeit gleich geblieben. Maßvolle Anhebungen gab es bei Modernisierungen wie dem Einbau neuer Bäder, der Erweiterung des Wohnkomforts durch den Anbau von Balkonen oder dem Anbringen von Wärmedämmungen zur Energieeinsparung. Auch bei Neuvermietungen, die vielfach mit einer Aufwertung von Wohn- und technischem Standard einhergingen, wurden die Mietpreise erhöht. Trotzdem lag noch vergangenes Jahr die Durchschnittsmiete bei 4,49 Euro pro Quadratmeter und damit weit unter allen vergleichbaren Wohnungsangeboten in Kassel. Diese Preise sind nicht mehr zu halten, wollen wir nicht ein massives Ungleichgewicht zwischen notwendigen Ausgaben und laufenden Mieteinnahmen riskieren. Dahinter stecken klipp und klar die Baukosten, die ja nicht nur bei einem Neubau anfallen, sondern tagtäglich bei der Instandhaltung unserer Häuser – angefangen vom Austausch defekter Glühbirnen über die Sanierung alter Abwasserrohre bis hin zum neuen Gesicht für ein Treppenhaus.

Der unaufhaltsame Anstieg der Instandhaltungskosten

Seit zirka sieben, acht Jahren wachsen unsere Ausgaben in diesem Bereich drastisch, allein 2017 waren es rund 12,5 Mio. Euro. Der GDW (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen) hat ausgerechnet, dass die reinen Baukosten, also die Ausgaben für Handwerker und Materialien, zwischen 2000 und 2015 um 31 Prozent gestiegen sind. Laut Baupreisindex des Statistischen Bundesamtes kommen jährlich etwa 1,7 Prozent hinzu. Das Geld, mit dem man vor zehn Jahren noch zwei Treppenhäuser in Schuss bringen konnte, reicht heute lediglich für anderthalb. Wo es dabei früher „nur“ um Malerarbeiten ging, sind heute außerdem zahlreiche gesetzliche Auflagen zu erfüllen – zum Beispiel in punkto Brandschutz –, die für zusätzliche Kosten sorgen.

Fairness first!

In den letzten zwei Jahren haben wir die steigenden Instandhaltungskosten mit Hilfe von Fremdkapital gestemmt, was aber keine Dauerlösung ist. Als Genossenschaft müssen wir das aus eigener Kraft schaffen. Ein Teil von Ihnen hat 2017 daher bereits eine (weitere) Mieterhöhung erhalten und auch in Zukunft werden wir die Nutzungsentgelte nach oben anpassen müssen, zumal wir von einem allgemein sehr niedrigen Niveau starten. Mit maximal 40 Euro monatlichem Erhöhungsbetrag setzen wir in erster Linie auf Ihr Einverständnis. Erst wenn Sie dem nicht zustimmen, müssen wir die gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpfen, die dann meist höhere Summen ergeben. Denn wir wollen, dass Nutzungsentgelte bei der 1889 das bleiben, was sie schon immer waren: faire Beiträge einer Solidargemeinschaft zum großen Ganzen st att das seelenlose Ergebnis kapitalgetriebener Rentabilitätsberechnungen!


Sie haben eine Mieterhöhung erhalten und können die Kosten für Ihre Wohnung nicht mehr tragen? Sprechen Sie mit uns! Gemeinsam suchen wir nach einer annehmbaren Lösung. Vielleicht kommt auch eine kleinere Wohnung aus unserem Bestand für Sie in Frage. Oder Sie haben einen berechtigten Anspruch auf Wohngeld. Wenn es um einen Antrag oder eine Beratung geht, helfen Ihnen auch die Mitarbeiterinnen von Hand in Hand gerne. Sie wissen: Wir sind für Sie da.