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Mülltrennen

Da muss mal Luft rein!

Auch wenn es draußen kalt ist: Heizen und Lüften gehören nun mal zusammen wie Wärme und Wohlfühlen. Beginnend mit dem Atmen produzieren praktisch alle unsere häuslichen Tätigkeiten Feuchtigkeit – und die muss regelmäßig nach draußen geschickt werden. Zu viel Feuchte in der Raumluft fördert nämlich nicht nur die Schimmelbildung, sondern kostet am Ende auch mehr Heizenergie. Denn je feuchter die Luft ist, umso kühler empfinden wir die Raumtemperatur. Statt den Heizungsthermostat höher zu drehen, ist also die regelmäßige Betätigung des Fenstergriffs definitiv die schlauere Lösung.


<font>Regelmäßiger Austausch ist alles<br></font>Rund 8–15 Liter Wasserdampf produziert so ein Vierpersonenhaushalt pro Tag im Durchschnitt. Selbst beim Schlafen entsteht Feuchtig­keit, bei zwei Personen kommen über Nacht gut 500 Gramm zusammen. Die verbindet sich im Schlafzimmer mit der Luft und sammelt sich in Textilien, in Tapeten und im Holz, wenn sie nicht durch Lüften abtransportiert wird. Warme Luft kann zwar mehr Feuchte aufnehmen als kalte, aber nicht überall im Raum und in der Wohnung ist die Wärme gleichmäßig verteilt. So erhöht sich die Feuchte auch an kalten Bauteilen, in den Zimmerecken, am Fenster, hinter Möbelstücken an den Außenwänden, in den kühleren Nebenräumen, unterm Bett. Hier kann sie dann schlimmstenfalls sogar kondensieren, das heißt Wassertröpfchen bilden. Die entstandene Feuchtigkeit muss deshalb regelmäßig durch Lüften hinausgeschickt werden. Je nachdem, wie oft Sie sich in den Räumen aufhalten und wie viele Sie sind, ist das zwei- bis viermal täglich nötig. Spätestens bei beschlagenen Scheiben ist dringendster Handlungsbedarf. 

<font>Warum die Kippstellung </font><font>nichts bringt</font> 
Was im Sommer bequem ist, taugt leider nicht im Winter. Fensterlaibungen und Wände kühlen bei gekippten Fenstern zu sehr aus, der Luftaustausch dauert zu lange. Viel Wärme und auch Heizkosten gehen dabei verloren. Beim ca. fünfminütigen winterlichen Stoßlüften hingegen entweicht nur die verbrauchte warme Luft, während die in den Wänden und Einrichtungsgegenständen gespeicherte Wärmemenge im Raum bleibt. Wenn möglich, ist ein kurzer Durchzug die beste Lösung überhaupt. Die Heizung sollten Sie übrigens beim Stoßlüften stets abdrehen!

<font>Die goldene Mitte oder&nbsp;</font><font> <b>andere </b></font><font>wie Tag und Nacht&nbsp;<br></font><font>Jedes Grad weniger spart 6 Prozent Heizkosten, heißt es. Ein starkes Herunterregeln der Wohnungsthermos­tate während Abwesenheit oder nachts hingegen bewirkt eher das Gegenteil: Da neben der Luft auch Wände und Mobiliar auskühlen, brauchen Sie umso mehr Energie zum Wiedererreichen von Wohlfühltemperaturen. Idealerweise bewegt sich der Thermostatregler um die goldene Mitte auf Stufe 3. Auch Feuchtigkeit drückt die Heizkostenrechnung nach oben: Um eine Raumtemperatur von 22 °C zu halten, wird bei einer Luftfeuchte von 70 Prozent 26 Prozent mehr Heizenergie benötigt als bei 45 Prozent relativer Feuchte. Kontrolliertes Lüften und bewusstes Heizen schützen deswegen vor Schimmelbildung genauso wie vor bösen Überraschungen bei der Abrechnung.&nbsp;&nbsp;</font><font>/</font>

Die Heizung bleibt kalt – was tun?

Möglicherweise liegt das daran, dass der Heizkörperthermostat lange nicht bewegt wurde. Am Ventil des Thermostats sitzt ein kleiner Stift, der die Warmwasserzufuhr regelt. Wird dieser während des langen Sommers nicht betätigt, kann er schon mal festsitzen. Drehen Sie einfach mehrmals am Thermostat zwischen Nullstellung und Stufe 5. In der Regel löst sich der Stift und der Heizkörper macht wieder, was Sie möchten.

Sollte das nicht klappen, wenden Sie sich bitte an
Martin Volkmer von unserer Haustechnik, 
Telefonnummer 0561 3 10 09-600. 

Außerhalb der Geschäftszeiten wählen Sie bei Problemen mit der Heizung unsere 24-Stunden-Notrufnummer 0561 3 10 09-0

Wieso muss man lüften?

Im Laufe des Tages nimmt die Luft in einer Wohnung Feuchtigkeit auf: beim Pflanzen­gießen, Kochen, Duschen, Baden, Wäsche­waschen und Wäschetrocknen steigt die Luftfeuchtigkeit. Liegt sie über 60 Prozent, begünstigt das die Bildung von Schimmel – zum Nachteil der Bausubstanz und der Gesundheit.